Digital Education

Digital Education fängt in der Schule an und begleitet uns von da an ein Leben lang. Welche Anwendungen gibt es bereits und welche neuen Möglichkeiten zum digitalen Lernen entstehen für digitale Geschäftsmodelle und innovative Lösungen?

Neue Geschäftsmodelle für digitales Lernen

Die Covid-19 Zeit hat uns gezeigt, wie wichtig die Digitale Transformation im Bildungswesen ist. Unzählige Angebote an Lern-Apps und Lernplattformen gibt es bereits. Sowohl für Schulen, Hochschulen und Unis als auch im Beruf und für den privaten Bedarf. Durch den Gamification Faktor bei den Anwendungen macht das Lernen noch mehr Spaß und besonders für Kinder ist das spielerische Lernen eine riesen Motivation. Wichtig ist dabei, dass digitales Lernen als eine Ergänzung gesehen werden sollte.

Digital Education in der Schule

Verlage von Schulbüchern bieten passend zu ihren Büchern ergänzende Online Anwendungen an. Dabei reicht das Angebot über Englische Vokabeln und Deutsche Grammatik bis hin zu Mathematik Übungen und Quizfragen aus dem Naturwissenschaftlichen Bereich. Für die Schulbuchverlage ergibt sich eine zusätzliche Einnahmequelle: Eine App ist grundsätzlich für die SchülerInnen kostenlos, aber einige zusätzliche Materialien für das Online Lernen müssen in den meisten Fällen von der Schule gekauft werden. Durch die Verwendung der App in Verbindung mit dem Schulbuch entstehen zudem Abhängigkeiten zwischen Schule und Verlag. Denn so eine Anwendung tauscht eine Schule nicht einfach aus. Ziel ist es, die Nutzung der Apps so gut wie möglich in den Schulalltag zu integrieren. Bei mogree wurden bereits mehrere Anwendungen für digitales Lernen in der Schule umgesetzt: Die easy App von Veritas, die Edugroup Lösung und die Mathe2Go App.

Auch im Bereich der Nachhilfe eröffnen sich neue Geschäftsmodelle. Ein Beispiel ist das 2008 gegründete Startup sofatutor. Auf der Plattform werden Lernvideos, Arbeitsblätter und Tests online zur Verfügung gestellt. Bei Fragen gibt es die Möglichkeit, mit Lehrern zu chatten. Die Qualität der Inhalte wird stets von ausgewählten Fachexperten geprüft. Das Geschäftsmodell funktioniert als 6- oder 12-Monats-Abonnement in einer Basic oder Premium Version. Cornelsen hat das Potenzial auch erkannt und in die Anwendung investiert. Ein ähnliches Modell hat das Wiener Startup Class Ninjas. Sie verfolgen das Ziel, mit Online Nachhilfe in Mathematik die Angst vor Schularbeiten zu nehmen. Mit der App und Gamification sollen SchülerInnen wieder den Spaß an der Mathematik entdecken.

Digital Education für Studierende

Für das Online Lernen von Studierenden sind im Laufe der Digitalisierung neue Geschäftsmodelle entstanden. Hier hat beispielsweise Sebastian Thrun mit Udacity ein innovatives Geschäftsmodell entwickelt. Udacity ist eine private Online Akademie für die Themenbereiche Informatik, Programmierung und Wirtschaft. Das Kursangebot wird grundsätzlich kostenlos angeboten. Nur wenn man ein Programm mit Abschluss absolviert, muss man für dieses eine Gebühr bezahlen. Die Kurse werden in Zusammenarbeit mit großen Unternehmen wie Google, Facebook, Salesforce und IBM entwickelt, welche diese gleichzeitig finanzieren. Deshalb umfasst der Kurskatalog auch komplexe Themenbereiche wie Artificial Intelligence, Cloud Computing und Data Science, was bisher im deutschsprachigen Raum noch eher selten zu finden ist.

Digital Education im Beruf

Nach der Schule und dem Studium ist das Lernen keineswegs vorbei. Auch im Beruf möchten sich MitarbeiterInnen oder Führungspersonen weiterbilden. Zusätzlich entsteht eine Notwendigkeit zur Weiterbildung durch die digitale Transformation. Denn die Umwelt ändert sich ständig und immer neue Kompetenzen sind erforderlich. Dazu wird beim Lern- und Wissenspotential der MitarbeiterInnen angesetzt. Mit E-Learning Anwendungen und Webinaren bilden sich nicht nur die MitarbeiterInnen selber weiter, sondern die ganze Organisation profitiert von wertvollen Kompetenzen. Ein Beispiel für Erwachsenenbildung sind MOOCs, Massive Open Online Courses. Das Konzept von frei zugänglichen Online Kursen kommt aus den USA, wo diese hauptsächlich von Universitäten angeboten wurden. Beispielsweise verkauft auch Udacity Kurse an Unternehmen zur Mitarbeiterschulung. Mit Anwendungen wie Duolingo und hellotalk ist auch das Sprachenlernen wieder zum Trend geworden.

Lifelong Learning

In Österreich soll in den nächsten zwei Jahren eine länderübergreifende Lösung zur Digitalisierung von Schulen umgesetzt werden. Dabei sollen möglichst viele interne Prozesse vereinheitlicht und digitalisiert sowie Tablets für Schüler zur Verfügung gestellt werden. Zudem zeigen die bereits umgesetzten Erfolgsbeispiele sehr gut, was für vielfältige Möglichkeiten es im E-Learning gibt und welche neues digitalen Geschäftsmodelle daraus folgen. Neben dem schulischen, akademischen und beruflichen Lernen ist heutzutage das Lifelong Learning ein großes Stichwort. Durch eigenes Engagement bleibt man als wertvoller Mitarbeiter am Puls der Zeit und gleichzeitig ist dies ein Mittel zur Selbstverwirklichung. Die digitale Transformationen lässt keine Branche aus.

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