Digital Transformation? Nur mir dem richtigen Mindset und Unternehmenskultur!

Vieles, was über das Thema digitale Transformation geschrieben wird, dreht sich natürlich um Technologie. Es ist verlockend, möglichst schnell nach einer der neuesten Tech Tools zu greifen, um möglichst schnell Ergebnisse zu erzielen. In vielen Fällen bleibt so aber das volle Potenzial auf der Strecke. Für eine erfolgreiche digitale Transformation werden ein digitales Mindset und eine digitale Unternehmenskultur benötigt. Was genau heißt das?

Digitale Unternehmenskultur

Ein digitales Mindset und eine digitale Unternehmenskultur hängen stark zusammen. Unternehmenskultur ist die Art und Weise, wie Menschen in einer Organisation arbeiten, denken, Entscheidungen treffen, kommunizieren und vor allem, welche Werte sie verfolgen. Das, anstatt der Technologie selbst, sollte im Mittelpunkt stehen, damit die digitale Transformation im Unternehmen nachhaltig funktioniert und das volle Potenzial ausgeschöpft wird. Demnach heißt es, ein digitales Unternehmen zu sein nicht nur, digitale Produkte und Dienstleistungen zu haben, sondern auch die operativen Abläufe mit Technologie zu unterstützen und ein digitales Mindset zu fördern. Warum ist das so wichtig?
Eine Unternehmenskultur ist gleichzeitig auch eine Art unsichtbarer Verhaltenskodex für die Mitarbeiter, zu handeln und Entscheidungen zu treffen, um die gesetzten Ziele zu erreichen und die Strategie zu fördern. Digitale Unternehmen bewegen sich schneller und geben den Mitarbeitern mehr Gestaltungsspielraum. Gleichzeitig zieht dies Talente an. Digitale Vorreiter bieten ein kreatives und kollaboratives Umfeld und sind für die Generationen, die mit Technologie aufgewachsen sind und damit für junge Talente umso interessanter. Und genau diese Generation treibt eine digitale Unternehmenskultur besonders effektiv voran. Was sind die Voraussetzungen, welche diese digitale Unternehmenskultur ausmachen und Talente anziehen?

Voraussetzungen einer digitalen Kultur

Erstens sind alle Mitarbeiter und Teams engagiert, Ergebnisse zu erzielen: Sie engagieren sich für ihre Arbeit sowie für den Purpose und die Goals der Organisation. Sie sind bereit, die Extrameile zu gehen. Zweitens: Das organisatorische Umfeld oder der „Kontext“ – einschließlich Führung, Organisation, Leistungsmanagement, Maßnahmen zur Mitarbeiterentwicklung, Ressourcen und Werkzeuge, Vision und Werte sowie familiäre Interaktionen – ist so gestaltet, dass es das Commitment fördert und zu Verhaltens- und Arbeitsweisen anregt, die die Strategie der Organisation unterstützen. Natürlich gibt es keine allgemeingültige Formel, wie Unternehmen das umsetzen. Aber welchen Elementen lässt sich die Formel bestmöglich lösen?

Elemente einer digitalen Kultur

Eine digitale Kultur ermutigt die Mitarbeiter, nach außen zu schauen und sich mit Kunden und Partnern auseinanderzusetzen, um neue Lösungen zu schaffen. Ein Beispiel für externe Orientierung ist der Fokus auf die Customer Journey. Mitarbeiter gestalten die Produktentwicklung und verbessern das Kundenerlebnis, indem sie sich in die Lage des Kunden versetzen. Eine digitale Kultur verlagert die Entscheidungsfindung tiefer in die Organisation. Anstatt explizite Anweisungen zu erhalten, wie sie ihre Arbeit auszuführen haben, folgen die Mitarbeiter Leitprinzipien, sodass ihrem Tun und Wissen vertraut werden kann. In einer digitalen Kultur werden die Mitarbeiter ermutigt, Risiken einzugehen, zu scheitern und zu lernen. So werden sie davon abgehalten, den Status quo aus reiner Gewohnheit oder Vorsicht zu bewahren. In der sich schnell verändernden digitalen Welt muss sich die Planung und Entscheidungsfindung von einem langfristigen zu einem kurzfristigen Fokus verschieben. Eine digitale Kultur unterstützt das Bedürfnis nach Geschwindigkeit und fördert die Iteration, anstatt ein Produkt oder eine Idee zu perfektionieren, bevor sie auf den Markt kommt. Erfolg in einer digitalen Kultur entsteht durch kollektive Arbeit und Informationsaustausch über Abteilungen, Einheiten und Funktionen hinweg. Das dynamische Tempo der digitalen Arbeit erfordert ein viel höheres Maß an Transparenz und Interaktion, als in der traditionellen Organisation. Abschließend nun zur Frage, wie sich das digitale Mindset definiert, welches der digitalen Kultur unterliegt?

Das digitale Mindset

Grundsätzlich ist ein Mindset eine langfristige Eigenschaft, die sich entwickelt und verändert werden kann. Es heißt also nicht, dass jemand programmieren können muss, um ein digitales Mindset zu haben. Vielmehr geht es um eine Mentalität und Persönlichkeit. Konkret im berufsbezogenen Kontext erfordert ein digitales Mindset “Offenheit und Agilität, Proaktivität, Kreativität und unternehmerische Gestaltungsmotivation, Kundenzentriertheit, Kritikfähigkeit und einen offenen Umgang mit Scheitern”. Damit ist ein digitales Mindset die Basis für die digitale Unternehmenskultur und der erfolgreichen digitalen Transformation eines Unternehmens.

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