Open Source Software

Open Source ist aktuell ein Trend Thema, doch gibt es den Trend nun schon seit über 40 Jahren. Mit der Zeit erkannten immer mehr Menschen und Unternehmen die Vorteile von Open Source Software, womit die Idee von Open Source einen großen Impact auf die Softwareentwicklung hat.

Wieso Software als Open Source?

Eine Open Source Software ist eine Anwendung, die mit ihrem Quellcode zur Verfügung gestellt wird. So kann den Quellcode jeder einsehen und verändern. Auch bei mogree arbeiten wir mit Open Source Software. Wieso? Open Source heißt: keine Lizenzkosten, eine feste Community und die Möglichkeit, selber mit zu entwickeln. Berühmte Beispiele sind Mozilla, Magento, Linux und Wikipedia als Open Source. In der Softwareentwicklung zudem sehr bekannt ist Docker, was auch unsere Entwickler verwenden. Wie entstand die Open Source Bewegung, welche Vorteile ergeben sich für Unternehmen und Entwickler und wie sieht Open Source aus strategischer Sichtweise aus?

Die Open Source Initiative

1998 wurde die Open Source Initiative gegründet und der Begriff Open Source ist offiziell geworden. Die Open Source Initiative sieht sich als eine Bildungs-, Interessenvertretung und Verwaltungsorganisation. Laut deren Definition ist Open Source noch viel mehr als ein offener Quellcode. Dazu gehört, dass die Software keine Lizenz oder sonstige Gebühren verlangen darf. Weiterhin müssen Modifikationen der Software sowie deren Weitergabe erlaubt sein, wobei generell keine Personen oder Arbeitsbereiche diskriminiert werden dürfen. Weitere wichtige Werte sind Transparenz, Peer-Review, Zuverlässigkeit und Flexibilität.

Open Source Software: Vorteile, Trend, Impact

Die Vorteile von Open Source

Software als Open Source wird nicht von einem Unternehmen oder einzelnen Entwicklern programmiert. Stattdessen beteiligen sich ganze Communities, wodurch die Software meist flexibler und langlebiger ist. Zudem ist sie im Vergleich zu Lizenz Software kostenlos. Durch das Vorhandensein einer großen Community entwickeln sich Projekte schneller und durch regelmäßige Reviews durch die Entwickler werden Fehler rascher gefunden und behoben. Das sorgt für einen robusteren Code. Durch die große Transparenz kann der Code mit seinen Details und Änderungen eingesehen werden. Dadurch ist es gleichzeitig möglich, sich als Entwickler eine eigene Reputation aufzubauen. Daraus entstehen zudem eher neue Ideen und Ansätze. Entwickler setzen auch oft Ihre eigenen Vorstellungen um bzw. passen den Code an ihre Bedürfnisse oder die des Unternehmens an. Deshalb steht auch die Qualität klar im Vordergrund. Abgesehen davon sind Open Source Projekte auch gute Werbung für Unternehmen und ziehen talentierte Entwickler an.

Eine strategische Sichtweise

Unternehmen, die Software bisher Closed bzw. Paid angeboten haben, investieren immer häufiger in Open Source. Wieso? Zum Beispiel lockt die Möglichkeit von Open Source mehr Developer zum Unternehmen, um Applikationen auf deren Plattformen zu entwickeln. Unter anderem ist Microsoft eines der großen Unternehmen, die sich kulturell verändert haben und nun nicht mehr dagegen halten, sondern zu einem der Top Open Source Contributor geworden ist. Dafür haben sie in Open Source Projekte innerhalb des Unternehmens investiert und durch Partnerschaften mit Open Source Initiativen sind sie ein Teil der Open Source Community geworden. Neben Microsoft als Beispiel gibt es auch in Österreich mit Pimcore eine sehr berühmte Open Source Software Plattform. 2013 wurde die Software für Stammdatenmanagement, Content Management und die Verwaltung von anderen Daten veröffentlicht und stetig weiterentwickelt. Durch den Open Source Ansatz überzeugt die Software durch ihre User Experience, Flexibilität und Struktur. Auch hier zeigt sich wieder der große Vorteil von Open Source, einerseits Software perfekt an das Unternehmen und seine Prozesse und Tools anzupassen. Andererseits die Möglichkeit von neuen und kreativen Ideen der Community und daraus resultierende Innovationen.

Bleibt der Trend?

Blicken wir noch einmal zurück: Linux ist eines der bekanntesten Open Source Projekte. Das Linux Kernel wurde bereits 1991 von Linus Torvalds veröffentlicht. Später in den 90er Jahren veröffentlichten auch andere Unternehmen vermehrt Open Source Software, darunter Apache. Also obwohl der Begriff gerade im Trend ist und daher neu erscheinen mag, gibt es Open Source schon seit mehr als 40 Jahren. Und mit Diensten wie GitHub, welcher seit 2008 online ist, erfahren Open Source Software Projekte immer mehr an Beliebtheit. Das Wachstum an Open Source Software Projekten wird voraussichtlich weiter gehen, mit neuen Ideen und Möglichkeiten zum Gemeinsamen Arbeiten. Außerdem treibt Open Source Innovationen erfolgreich weiter, welche gerade wieder besonders gebraucht werden.

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