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Tight, loose, tight – Wie Telenor flexibles Arbeiten ermöglicht

Wir bei mogree sind ständig auf der Suche nach innovativen und digitalen Ansätzen, die die Arbeitswelt verändern. Daher beobachten wir auch, wie andere Unternehmen vorgehen. Was flexible Arbeitsmodelle betrifft, sind die nördlichsten Länder Europas wahre Vorreiter. Wir schauen uns an, wie Telenor aus Norwegen das Thema Home Office löst.

Die Zukunft des Arbeitens ist flexibel

Das Telekommunikationsunternehmen Telenor aus Norwegen beschäftigt rund 19.000 Mitarbeiter in mehreren Ländern. Der CEO Sigve Brekke ist selbsternannter Pionier der flexiblen Zukunft und überlässt seinen Mitarbeitern die Wahl, ob sie im Büro oder von Zuhause aus arbeiten. Doch bevor wir in die Details seines Ansatzes gehen, wollen wir an dieser Stelle klären, wieso flexibles Arbeiten Teil der Zukunft, sogar schon Teil von der Gegenwart ist.

Work-Life-Balance

Aktuell ist das Thema Flexibilität und Work-Life-Balance so entscheidend wie lange nicht mehr. 70% der Millennials sagen, sie wollen die Möglichkeit zu flexibler Arbeit haben. Die neuen Generationen hinterfragen die Arbeitswelt und erwarten, gar fordern, eine moderne Arbeitsweise. Dazu gehört das Überdenken der starren Arbeitszeitmodelle sowie des passenden Arbeitsortes. Denn in Zeiten der Digitalisierung ist vieles flexibler geworden. Trotzdem heißt Remote Working, immer erreichbar zu sein während der Arbeitszeiten. Die Kommunikation darf nicht kompliziert und langwierig werden, denn dies hätte einen negativen Effekt. Das richtige Gleichgewicht ist daher entscheidend. Dann überwiegen die Vorteile und es entsteht ebenfalls eine ausgeglichene Work-Life-Balance.

Vorteile von flexiblen Arbeitsmodellen

Neben vielen Bedenken, die traditionell denkende oder oft kleinere Unternehmen haben, bietet flexibleres Arbeiten einige Vorteile. Erstens schafft dies eine Vertrauensbasis. Das Team wird wertgeschätzt und ihnen wird viel Vertrauen geschenkt. Zweitens können Mitarbeiter ihre Zeit Zuhause, Termine und Tagesabläufe besser koordinieren und Eltern haben einen leichteren Einstieg zurück ins Arbeitsleben. Drittens ist bei jüngeren Generationen wie den Millennials, Generation Y und Z das Thema Eigenverantwortung schon bei der Jobsuche wichtig. Flexibles Arbeiten geht mit mehr Verantwortung und Selbstmanagement einher. Durch solche flexiblen Bedingungen steigt die Loyalität, Motivation und die generelle Arbeitszufriedenheit. Nicht zu vergessen ist der Umweltschutzfaktor, wenn der Weg zur Arbeit mit dem Auto wegfällt.

Die “tight, loose, tight” Methode

Der neue Ansatz bei Telenor ist keine Einheitslösung, sondern basiert auf globaler Kultur, lokal angepasst und umgesetzt. CEO Sigve Brekke sieht den Schlüssel zum Erfolg darin, den Mitarbeitern die Freiheit zu geben, das richtige Gleichgewicht zu wählen. Um die Kultur aufzubauen, ist es aber auch wichtig, Zeit im Büro zu verbringen. Denn nur dort gibt es Smalltalk, Brainstorming und Socialising. Außerdem bleibt das Büro immer für Meetings offen. Mit der tight, loose, tight Methode werden Regeln für flexibles Arbeiten geschaffen. Tight im ersten bedeutet, Erwartungen und Anforderungen genau festzulegen sowie Klarheit darüber geben, was von den Mitarbeitern verlangt wird. Loose bedeutet, den Mitarbeitern die Freiheit und Möglichkeit zu geben, ihren eigenen Weg zur Zielerreichung zu finden. Tight im letzten Schritt bezieht sich auf die Folgemaßnahmen und das Übernehmen von Verantwortung.

Durch den Ansatz beschleunigt sich die Entscheidungsfindung und die Effizienz wird gesteigert. Neben Telenor haben weitere Tech-Unternehmen die Vorteile erkannt und definieren neue Arbeitsmodelle. Bekannt für moderne Arbeitsmodelle sind bereits Google, Facebook und Microsoft sowie aktuell Twitter, SAP und Apple. Bei mogree setzt man das Home Office Modell ebenfalls schon länger um. Derzeit wird ein neues Arbeitsmodell entwickelt, welches an die Gegebenheiten und Unternehmenskultur angepasst ist.

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